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Sanghas
tagebuch

Hier erzählen wir euch aus dem Leben der kleinen Tigerin und ihrer Artgenossen. Es gibt also viel zu entdecken, zu lesen und hoffentlich auch zu lernen. Viel Spass!
Zum Tagebuch 📚
Sangha und Marc Zihlmann in der Aussenanlage
Sikypark Logo

Herzlich Willkommen im Sikypark, Sangha!

Der Sikypark ist ein Herzensprojekt. Unsere Mission: Wir sorgen dafür, dass einheimische und exotische Wildtiere in Not ein gutes Zuhause erhalten. Über 90 Prozent unseres Tierbestandes stammt aus Rettungen, d.h. aus Beschlagnahmungen durch Veterinärämter oder Abgaben durch Zirkusse, Zoos oder Private.
So kam im Dezember 2021 auch Sangha, das Tigerbaby, in unsere Obhut, weil der Besitzer − ein Tiertrainer aus Frankreich − verzweifelt ein tiergerechtes und liebevolles Zuhause für sie suchte. Seither gewöhnt sich Sangha Schritt für Schritt an ihre neuen Bezugspersonen und die unbekannte Umgebung mit ihren Geräuschen und Gerüchen. Um sie nicht zu überfordern, hält sich die kleine Tigerin im Moment grösstenteils hinter den Kulissen auf. Um ihre Fortschritte zu erklären und zu dokumentieren, haben wir «Sanghas Tagebuch» ins Leben gerufen.
Willkommen in Sanghas Welt!

Portrait der kleinen Tigerin Sangha

Wie alles begann…

Im Dezember 2021 kam die erst viereinhalb Monate alte Tigerin Sangha aus Frankreich in den Sikypark, weil ihr Besitzer verzweifelt ein gutes Zuhause für sie suchte. Der junge Tiertrainer, der ein Tigerpaar hält mit dem er in Shows auftrat, hatte nicht die Absicht Nachwuchs zu züchten. Eine Fehleinschätzung hatte jedoch zur Folge, dass die Tigerin zwei Junge zur Welt brachte. Eines starb gleich nach der Geburt, das zweite Tigerbaby war wohlauf, wurde jedoch von der Mutter nicht versorgt. Der Besitzer brachte es nicht übers Herz, das Tier einzuschläfern und entschied sich, es von Hand aufzuziehen. Sangha entwickelte sich dank der intensiven Betreuung prächtig, die Pflege rund um die Uhr und die zunehmend schwierige Wohnsituation brachten den Halter jedoch an seine Grenzen. Bei seiner Suche nach dem geeigneten Zuhause, stiess er auf den Sikypark. Da die Zukunft des Tieres ungewiss war, entschieden wir uns zu helfen…und so begann die Geschichte von Sangha im Tierrettungspark im Berner Jura. Hier erklärt Geschäftsführer, Thomas Fischer, warum der Sikypark das Jungtier aufgenommen hat: 

Gehende Tigerin Sangha

Sangha

Als Sangha, die Amur-Bengaltigerin, im Dezember zu uns kam, war sie gerade viereinhalb Monate alt. Sie wurde von ihrem Vorbesitzer von Hand aufgezogen, weil ihre Mutter sie nicht versorgte. Eine schwierige Ausgangslage, denn normalerweise lernen Tigerjunge alles von ihren Müttern.

Nach reiflicher Überlegung hatte sich unser Zoo-Leiter Marc Zihlmann dazu entschieden, die grosse Herausforderung anzunehmen und Sangha im Sikypark grosszuziehen. In den ersten Wochen verbrachte er Tag und Nacht – auch während der Feiertage – in der Tigeranlage um ihr regelmässig die Flasche und die nötige Sicherheit in der neuen Umgebung zu geben. Sangha gewöhnte sich schnell an die neue Ersatz-Mutter und es zeigte sich rasch, dass sie sehr intelligent ist. Was sie in dieser kurzen Zeit alles gelernt hat, zeigt ihr Tagebuch.

Sikypark Zooleiter Marc Zihlmann

Marc Zihlmann

Marc Zihlmann ist Leiter des Zoos. Seit über 20 Jahren arbeitet er mit Tieren. Den Umgang mit Raubkatzen lernte er unter anderem im Raubtierpark Subingen und entwickelte im Laufe der Jahre seine eigenen Methoden. Mit manchen Tigern trainiert er mehrmals die Woche, wenn die Tiere motiviert sind, denn gezwungen werden sie nicht. Das Training sorgt für eine willkommene Abwechslung und für zusätzliche Bewegung bei den Grosskatzen.

Das ist keine Show, wir sind kein Zirkus
und ich bin kein Dompteur

betont Marc Zihlmann. "Es geht darum, die Beziehung zwischen den Tieren und mir zu pflegen. Und natürlich soll das Ganze auch Spass machen". Für einen Tierpark ist diese Art der Aktivierung eher ungewöhnlich, aber für Zihlmann ist der enge Umgang mit den Tieren sehr wichtig. Die Beziehung zwischen ihm und Sangha ist sehr speziell, denn als Ersatz-Mutter muss er sie nicht nur füttern, sondern ihr auch alles beibringen und in neuen Situationen die nötige Sicherheit geben.